01Das Vorspiel ist der Hauptteil
Weniger ist mehr. Im Buch dominiert die ausgiebige Vorbereitung gegenüber jeder Technik. Das zwischenmenschliche Spiel, subtile Blicke, sanfte Berührungen zwischendurch: alles Vorspiel, um das Gegenüber verrückt zu machen, zu teasen. Manchen genügen mentale Stimulation, Dirty Talk und Fantasie mit all ihren Details, um richtig bereit zu sein. Ist sie bereit, braucht es nicht mehr viel Technik. Kommt das Vorspiel zu kurz, wird es mühsam. Für beide.
Und: Squirten braucht keine technischen Hilfsmittel. Alles, was dazu nötig ist, ist bereits in uns veranlagt. Natur pur.
02Lass uns darüber reden
Hast du das gewusst? In den meisten Fällen werden Vorlieben im Bett nicht umgesetzt, nicht weil das Gegenüber nichts damit anfangen kann, sondern weil es schlichtweg nichts von der Fantasie weiß. Das erste Mal eine Vorliebe anzusprechen, kann mit Scham verbunden sein. Du musst nicht mit der Tür ins Haus fallen: Taste dich verbal heran und achte darauf, wie dein Gegenüber reagiert. Mit Neugier? Mit Nachfragen? Vielleicht ist nicht der passende Zeitpunkt. Und das Praktische: Blase entleeren, Handtücher oder eine wasserdichte Decke unterlegen. Der Strahl kann sehr weit spritzen.
03Kunyaza: Squirten mit dem Penis
Squirten ist nicht nur als moderner Hypebegriff bekannt. Aus Ruanda stammt die Sexualpraktik Kunyaza. Ihr erklärtes Ziel: der Frau einen Orgasmus zu bescheren, und das, ohne unbedingt in sie einzudringen. Der Penis wird mit seiner Spitze rhythmisch auf die Klitoris, die inneren und äußeren Vulvalippen und den Vulvaeingang geklopft. Das fördert die Durchblutung der Vulva und steigert die Sensibilität. Schlussendlich soll die Frau ejakulieren und squirten. Angesichts des Orgasm-Gap, des Unverhältnisses beim Kommen zwischen Mann und Frau, könnten sich davon einige etwas abschauen.


04Mit Penetration
In der japanischen Studie von 2024, die im Buch beschrieben ist, wurden die Teilnehmerinnen auf unterschiedliche Weise zum Squirten gebracht: bei einem Teil nur mittels äußerer Stimulation, beim anderen Teil mittels Penetration. Beides funktionierte. Was das Buch für Toys beschreibt, gilt hier genauso: Der G-Punkt liegt an der vorderen Vaginalwand, ein schwammiges Gewebe, das mit der Erregung anschwillt. Bei einem geraden Dildo das Spielzeug etwas neigen, und geringe Bewegungen von zwei bis vier Zentimetern können vollkommen ausreichen. Fokussiere jeden Stoß auf diese Stelle, spiel mit Rhythmus und Stärke.
05Positionen, die die G-Zone entgegenbringen
- Rücken- oder Bauchlage: Die Fingertechniken hängen mit ihrer Position zusammen. Auf dem Rücken der Komm-her-Griff mit Mittel- und Ringfinger, Handfläche nach oben. Auf dem Bauch das Thumbing mit dem Daumen.
- Bein anwinkeln: Ein Bein angewinkelt und sanft Richtung Brust gedrückt dreht ihr Becken nach oben und damit die G-Punkt-Zone Richtung Vaginaleingang. Viel leichter erreichbar, besser stimulierbar.
- Hand auf den Unterbauch: Eine Hand flach auf den Venushügel Richtung Bauchnabel drückt die G-Zone dem entgegen, was innen stimuliert. So kann der Bereich nicht ausweichen und das Gefühl wird deutlich intensiver. Erst anwenden, wenn sie kurz davor ist.
06Alles kann zusammenkommen, nichts muss
Frau kann einen Orgasmus haben, ohne zu ejakulieren oder zu squirten. Sie kann squirten, ohne einen Orgasmus zu haben. Oder beides zugleich, dann spricht das Buch vom Ganzkörper-Orgasmus, bei dem das Gefühl den ganzen Körper durchfährt und ein Zittern keine Seltenheit ist. Es kann auch passieren, dass sie lediglich durch die Technik zum Squirten kommt, ohne sich in Ekstase zu befinden. Entscheidend, ob es zum Squirten kommt oder nicht: Entspannung und Erregung!
07Fade out
Lasst euch danach Zeit, das Erlebte nachklingen zu lassen. Eine kuschelige Decke, in Stille, in den Armen halten. Es kann gut sein, dass sie am ganzen Körper zittert. Ruhige, intensive Umarmungen tun jetzt besonders gut. Es. Gehört. Mehr. Gekuschelt.
08Was im Buch dazu steht
Das Buch ist in erster Linie eine Massageanleitung. Aber „Weniger ist mehr“, „Kunyaza“, „Lass uns darüber reden“, „Intensiver“ und „Selfie Squirt“ gelten genauso beim Sex.
Im Buch: Lass uns darüber reden ab Seite 33, Kunyaza Seite 39, Weniger ist mehr ab Seite 44, Intensiver ab Seite 178, Selfie Squirt ab Seite 184. Leseprobe öffnen oder zum Buch.
Das Buch dazu
Fingerspritzengefühl erklärt jeden Griff mit Zeichnung und Video. 199 Seiten, zweite Auflage.
Häufige Fragen
In der Studie von 2024, die das Buch beschreibt, kamen die Teilnehmerinnen sowohl durch äußere Stimulation als auch durch Penetration zum Squirten. Der G-Punkt an der vorderen Vaginalwand ist der Schlüssel.
Das Buch beschreibt Rücken- und Bauchlage sowie ein angewinkeltes Bein Richtung Brust, das die G-Zone Richtung Vaginaleingang dreht. Eine Hand flach auf dem Unterbauch macht es intensiver.
Eine Sexualpraktik aus Ruanda: Die Penisspitze wird rhythmisch auf Klitoris, Vulvalippen und Vulvaeingang geklopft, ohne unbedingt einzudringen. Ziel ist der Orgasmus der Frau, am Ende soll sie ejakulieren und squirten.
Nein. Squirten kann mit oder ohne Orgasmus passieren, und auch nur durch die Technik, ohne Ekstase. Kommt beides zusammen, spricht das Buch vom Ganzkörper-Orgasmus.